Sport, Engagement & Community

Für mich findet Veränderung nicht nur am Schreibtisch statt, sondern überall dort, wo Menschen zusammenkommen, um bestehende Strukturen zu hinterfragen und Räume gerechter zu gestalten. Mein zivilgesellschaftliches Engagement und meine sportliche Leidenschaft sind Ausdruck dieser Haltung: Sie stehen für Solidarität, Selbstbestimmung und kollektive Stärke.

Flucht, Migration & Antidiskriminierung

Die Unterstützung von Menschen auf der Flucht und der Kampf für globale Bewegungsfreiheit sind feste Säulen meiner politischen Praxis. Als aktives Mitglied im Hamburger und Berliner Flüchtlingsrat arbeite ich an den Schnittstellen von politischer Aufklärung, Vernetzung und konkreter Solidarität.

Gleichzeitig schlägt mein Herz für die Sichtbarkeit und die Rechte der queeren Community. Durch meine jahrelange Mitgestaltung und Organisation in CSD-Bündnissen (u. a. in Berlin und Hamburg) sowie die kontinuierliche Vernetzung in diversen queeren Initiativen setze ich mich aktiv für Schutzräume, Aufklärung und das Aufbrechen patriarchaler Strukturen ein.

Solidarität & Lebenswerte Räume

Gerechtigkeit entscheidet sich auch an den Orten, an denen wir arbeiten und leben:

  • Gewerkschaftliche Arbeit: Als aktives Mitglied bei ver.di streite ich für faire Arbeitsbedingungen und die Stärkung kollektiver Arbeitnehmer*innenrechte.
  • Mobilitätswende: Eine klimagerechte Zukunft braucht eine radikale Transformation des öffentlichen Raums. Durch meine Mitgliedschaften im ADFC, BUND und NABU unterstütze ich die Vision von lebenswerten Städten – beispielsweise durch die Errichtung von Kiez- und Superblocks, die den Raum zurück zu den Menschen bringen.

Roller Derby: Rebellischer Sport & FLINTA*-Empowerment

Meine größte Leidenschaft abseits der politischen Gremienarbeit gehört einer ganz besonderen Subkultur auf Rollschuhen: dem Roller Derby. Ich liebe diesen Sport für seine Schnelligkeit, seine taktische Tiefe, seine Härte und vor allem für seine unbändige, rebellische Energie. Roller Derby ist für mich ein fundamentaler Ort des Empowerments.

Als Transfrau erfahre ich in diesem Sport eine Akzeptanz und Solidarität, die in der traditionellen Sportwelt leider immer noch eine Seltenheit ist. Roller Derby wurde durch seine modernen, queer-feministischen Wurzeln bewusst als ein Raum geschaffen, der binäre Geschlechtergrenzen sprengt und Vielfalt aktiv feiert. Als FLINTA*-Person auf den Track zu skaten bedeutet für mich, meinen Körper in seiner vollen Stärke und Dynamik zu erleben, eigene Grenzen zu verschieben und völlig selbstbestimmt ich selbst zu sein.

Dieses unbeschreibliche Gefühl verdanke ich ganz besonders meiner Berliner Mannschaft. Die Community und das Team geben mir unglaublich viel – sie sind sportlicher Rückhalt, politisches Kollektiv und emotionale Wahlfamilie zugleich. Auf dem Track gibt es keine Hierarchien, sondern nur bedingungslosen Rückhalt, blindes Vertrauen und den gemeinsamen Willen, als Kollektiv zu wachsen. Es ist genau diese Kombination aus sportlicher Leidenschaft und gegenseitigem Empowerment, die mich jede Woche aufs Neue antreibt.